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Als juristische Person ist die Kirchengemeinde selbst nicht in der Lage zu handeln, vielmehr bedarf sie dazu eines „Organs“ das sie im Rechtsverkehr vertritt, nämlich den Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat hat nach § 1KVVG (Kirchenvermögensverwaltungsgesetz) die Aufgabe,

das kirchliche Vermögen innerhalb der Kirchengemeinde zu verwalten,

die Kirchengemeinde im Rechtsverkehr zu vertreten und

das Vermögen der Kirchengemeinde zu vertreten.

Der Verwaltungsrat ist das Vertretungsorgan der Kirchengemeinde, das insoweit die nach außen hin die Pfarrei bindenden Entscheidungen trifft, er ist aber angehalten, bei wichtigen und die pastorale Arbeit betreffenden Fragen den Pfarrgemeinderat zu informieren, bzw. anzuhören.

Die Sitzungen sind grundsätzlich nicht öffentlich (Abs. 4 § 11KVVG) und seine Mitglieder zur Verschwiegenheit verpflichtet. Der Verwaltungsrat trifft sich, je nach Notwendigkeit, alle 1 – 2 Monate zu einer Sitzung.

Zu den wichtigsten Aufgaben des Verwaltungsrates gehören die Aufstellung des Haushaltsplans und die Jahresrechnung. Diese werden geregelt durch die Rechtsordnungen des Bistums. Dort liest man unter anderem: '

§ 2 Allgemeines (aus: Haushalts-, Kassen- und Rechnungsordnung für dieKirchengemeinden in der Diözese Mainz)

(1) Der Haushaltsplan ist Grundlage für die Haushalts- und Wirtschaftsführung der Kirchengemeinden und dient der Feststellung und Deckung des Finanzbedarfs, der zur Erfüllung der Aufgaben im Haushaltsjahr voraussichtlich notwendig sein wird. …
(3) Bei Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans sind die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu beachten.

Der Haushaltsplan muss nach seiner Verabschiedung dem Pfarrgemeinderat zu einer Stellungnahme und der Gemeinde zur Einsicht vorgelegt werden. Endgültig ist der Plan, wenn er durch das Bischöfliche Ordinariat angenommen wurde. Für die Jahresrechnung gelten vergleichbare Regelungen.

Der Haushaltsplan von St.Walburga bildet die Grundlage dafür, dass z.B.:

- die Kirche und die Gebäude der Gemeinde beheizt werden
- in der Gemeinde Jugend- und Seniorenarbeit geleistet werden kann
- dass die Kirche gesäubert, mit Kerzen ausgestattet und mit Blumen geschmückt wird
- die Gottesdienste in würdigem Rahmen mit Messdienern, Organisten oder mit der Jugendband gefeiert werden können
- dass das Pfarrzentrum für Veranstaltungen der Pfarrgemeinde, aber auch für externe Veranstaltungen zur Verfügung steht
- dass die Rechnungen für den laufenden Betrieb der Gemeindearbeit Büromaterial, Strom, Gebühren, Telefon … - bezahlt werden können

Die finanziellen Mittel für diese Aufgaben stammen natürlich zu einem Teil aus den Zuwendungen des Bistums (Kirchensteuer). Aber auch die Gemeinde selbst muss Mittel aufbringen, um die Aufgaben und Ausgaben zu finanzieren; das geschieht zum Beispiel durch:

- Vermietung des Pfarrzentrums
- Besondere Kollekten
- Kosteneinsparungsmaßnahmen

Aber selbst diese Mittel reichen bei wichtigen Investitionen oft nicht aus; dies gilt besonders für die beschlossenen, notwendigen Sanierungsmaßnahmen im Gemeindezentrum Bonifatius.

Ohne die tatkräftige und finanzielle Unterstützung durch Viele

- Gruppierungen innerhalb der Pfarrei (z.B. Frauenbund, Kirchbauverein, …)
- Erlöse bei Festen und Aktivitäten der Gemeinde (Pfarrfest, Basar, …)
- großzügige Unterstützung von Pfarreimitgliedern, öffentlichen und privaten Spendern und
- natürlich auch die tatkräftige, unentgeltliche Hilfe und körperlichen Einsatz vieler Helfer in der Gemeinde
- ohne dies würde auch die Arbeit des Verwaltungsrates nicht gelingen.

Dafür gilt jeder und jedem Dank – denn es gilt, was in der Strategie unserer Gemeinde formuliert ist:

Es ist schön, dass Du da bist – und wichtig!